Idee

Die Gestaltung der Umgebung beeinflusst uns – egal ob am Bahnhof, in der Arztpraxis oder zuhause. Die Atmosphäre entscheidet, ob wir uns an einem Ort wohlfühlen, oder nicht. Bei WIRKUNGSRAUM schreiben wir über menschlich, heilsam und nachhaltig gestaltete Räume und über Menschen, die diese erschaffen //

The design of the environment influences us – whether at the railway station, in the doctor’s office or at home. The atmosphere decides whether we feel comfortable in a place or not. At WIRKUNGSRAUM we write about humanely, wholesomely and sustainably designed spaces and about people who create them

Waldkliniken Eisenberg / Foto: Gionata Xerra

Das Journal

Wir wollen inspirieren, motivieren, sensibilisieren, Mut machen, wach rütteln und Menschen einen Raum geben, um ihre Projekte und Versionen rund um lebenswerte Räume vorzustellen.

Wir machen uns Gedanken, wie Räume gedacht und gestaltet werden sollten, damit sie lebenswert und wohltuend sind und schreiben darüber.


We want to inspire, motivate, sensitise, encourage, shake things up and give people a space to present their projects and versions around liveable spaces.

We think about how spaces should be thought about and designed so that they are liveable and welcoming, and write about them.

Museum Insel Hombroich Foto: Thomas Riehle

Zum Thema Atmosphäre


„Jeder wird von der Umgebung und ihrer Stimmung beeinflusst – ob bewusst, oder unbewusst.

Wir kennen Wohlfühlorte, wie unser Zuhause oder unseren Lieblingsplatz in der Natur und die klassischen Orte, an denen wir Fluchtinstinkte bekommen, wie dunkle Tunnel und verwahrloste Hinterhöfe

Aber es gibt ein großes Feld dazwischen. Von Orten, die wir im Alltag kreuzen und an denen wir uns aufhalten. Vom Bahnhof, über den Arbeitsplatz, den Laden, in dem wir einkaufen, die Straße, in der wir entlang gehen, die Arztpraxen, Schulen oder Ämter. Diese Orte sind oft reine Funktionsräume, in denen der Mensch und seine Bedürfnisse nicht in die Planungen eingeflossen sind. Es ging um Effektivität, Funktion und Kosten.

Dabei ist dies kurz gedacht. Bereits vor Jahrzehnten wurden Studien veröffentlicht, die aufzeigten, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Raum und Mensch besteht. So publizierte beispielsweise der US-Wissenschaftler Roger Ulrich 1984 in “Science”, dass Patienten in Krankenhäusern schneller gesund werden, wenn sie aus ihrem Fenster ins Grüne schauen, als auf einen grauen Hinterhof.

Viele Wissenschaftler haben sich seitdem noch intensiver mit dem Thema der Raumwirkung auf den Menschen beschäftigt. Gekoppelt mit der Fragestellung, wie unsere Städte und Gebäude eigentlich aussehen müssten, damit sie dem Klimawandel standhalten und wie gebaut werden müsste, um die Auswirkung desselben so gering wie möglich zu halten. 

Es ist auch deshalb kurz gedacht, weil der Mensch keine berechenbare Ressource ist, die als Faktor in den Planungen simpel ignoriert werden kann. Menschen agieren emotional.

Wie schön wäre es, wenn der Arbeitsplatz so gestaltet ist, dass sich das Potenzial der Mitarbeitenden voll entfalten kann. Oder wenn sich jemand beim Besuch in einem Amt nicht nur wie eine Nummer vorkommt? Wie würde es die Kinder stärken, wenn sie merken, dass das Land Geld in die Hand nimmt, um ihnen ein wirklich schönes und geborgenes Lernumfeld in Kita und Schule zu bieten? Und was wäre, wenn in Kliniken ganzheitlicher gedacht werden würde und die Investition in Aufenthaltsqualität als Investition in Heilung und Verpflichtung zur Menschlichkeit gesehen würde? Oder wie würde sich die Verbundenheit mit dem eigenen Stadtteil verbessern, wenn versiegelter öffentlicher Raum wieder grün werden würde?

Deshalb ist es eine Wohltat für Augen und Seele, wenn es Menschen gibt, die Orte so gestalten, dass sie etwas Positives geben. Dafür müssen Dinge in Frage gestellt und oft ungewohnte Wege gegangen werden.

Um solche Menschen zu stärken und andere zu inspirieren, den Wert von guter Atmosphäre kennenzulernen, habe ich das WIRKUNGSRAUM Denkkontor gegründet.“

Maike Kristina Harich

-> An English version can be found below.

Sie haben Projekte, die hier gut hinein passen würden? Schreiben Sie mir gern unter hallo@wirkungs-raum.com.

Ein Hinweis dazu: Die hier veröffentlichten Berichte werden rein redaktionell ausgewählt, d.h. es gibt keine Möglichkeit zu bezahlten Posts, Affiliate Links oder ähnlichem.

About Spatial Atmosphere


Everyone is influenced by their surroundings and their mood – whether consciously or unconsciously.

We know feel-good places, like our home or our favourite place in nature, and the classic places where we get flight instincts, like dark tunnels and neglected backyards.

But there is a large field in between. Of places we cross and spend time in everyday life. From the train station, to the workplace, the supermarket where we shop, the street where we walk, the practices of doctors, schools or offices. These places are often purely functional spaces where people and their needs have not been taken into account in the planning. It was all about effectiveness, function and costs.

Yet this is short-sighted. Decades ago, studies were already published that showed that there is a direct connection between space and people. For example, the US scientist Roger Ulrich published in „Science“ in 1984 that patients in hospitals get better faster if they look out of their window into the greenery than into a grey backyard.

Since then, many scientists have dealt even more intensively with the topic of the effect of space on people. Coupled with the question of what our cities and buildings should actually look like to withstand climate change and how they should be built to minimise its impact.

It is also short-sighted because people are not a calculable resource that can simply be ignored as a factor in planning. People act emotionally.

How nice it would be if the workplace were designed in such a way that the employees‘ potential could fully unfold. Or if someone does not feel like just a number when visiting an office? How would it strengthen the children if they realised that the government was spending money to provide them with a really nice and secure learning environment in day-care centres and schools? And what if clinics thought more holistically and the investment in quality of stay was seen as an investment in healing and a commitment to humanity? Or how would the bond with one’s own district improve if sealed public space were to become green again?

That is why it is a feast for the eyes and soul when there are people who design places in such a way that they give something positive. For this, things have to be questioned and often unfamiliar paths have to be taken.

To strengthen such people and to inspire others to learn about the value of a good atmosphere, I started the WIRKUNGSRAUM Denkkontor.

Maike Kristina Harich

Do you have projects that would fit in here? Feel free to write to me at hallo@wirkungs-raum.com.

A note on this: The stories published here are selected purely on an editorial basis, i.e. there is no possibility of paid posts, affiliate links or the like.